Katze Rocky

Rocky (und Stöpsu)

 

Rocky wurde am 18.05.1998in Burgdorf bei Familie Felder geboren.

 

Als ich von zu Hause ausgezogen bin, war für mich klar, dass ich einmal Katzen haben möchte. Bei meinen Eltern lebte unsere Katze Jessi, dich ich natürlich nicht mitnehmen konnte.

Der Zeitpunkt für Haustiere wurde ideal als ich mit Simon zusammen gezogen bin. Unsere erste Wohnung hatte 4 ½ Zimmer und einen schönen Balkon. Für Hauskatzen ideal.

Im Oktober 1998 nahmen wir Rocky und seinen Bruder Stöpsu zu uns. Sehr schnell haben sie sich bei uns eingelebt. Da wir den gesamten Balkon mit einem Netz katzensicher gemacht hatten, durften sie wenigstens ein wenig „Freiheit“ schnuppern.

Stöpsu war von Anfang an der verschmustere von beiden. Auch konnte man mit ihm Ball spielen wie mit einem Hund, er brachte ihn immer zurück. Rocky kam zwar auch zum schmusen, aber eher dosiert. Er war eher der Elegante, welcher alles locker im Griff hatte.

 

Die erste Bewährungsprobe kam als Maik zu uns stosste. Er fand es natürlich lustig hinter den beiden herzurennen. Es dauerte ein Weilchen bis wir ihn davon abhalten konnten, aber die Zwei haben diese Zeit geschickt gemeistert. Schliesslich konnte Maik nicht klettern....

Im Jahr 2002 haben wir dann ein Haus direkt am Wald gemietet. Das hiess für die Zwei, sie konnten endlich Freigang geniessen. Zuerst wurde der Garten sehr vorsichtig erkundet, doch schon in der ersten Nacht wurde die Tür der Katzenklappe demoliert, damit sie raus konnten. Von da an verwarf ich meine Idee die Zwei über Nacht im Haus zu behalten. So konnten sie rein und raus wie sie wollten.

Beide genossen es sehr nach draussen zu dürfen, kamen aber immer wieder rein um Hallo zu sagen, zu essen oder zu schlafen.

Wenn ich mit Maik im Wald spazieren gegangen bin, kam es nicht selten vor dass Stöpsu uns eine Weile begleitete.

Als Bayka Ende 2003 zu uns stosste, waren sie schon Hunde erprobt und sahen es gelassen. So konnten wir alle zusammen (2 Menschen, 2 Hunde und 2 Katzen) Abends gemütlich vor dem Fernseher sitzen.

Ende 2005 sind wir in unser eigenes Haus umgezogen. Nach einer Woche Eingewöhnungszeit durften Rocky und Stöpsu wieder nach draussen (schon diese eine Woche hielten sie kaum aus). Ich ging mit ihnen in den Garten und Rocky sah sich vorsichtig um. Stöpsu rannte los und weg war er. Das war das letzte Mal das wir ihn gesehen haben. Wir suchten ihn in der Umgebung aber auch am vorherigen Wohnort. Inserate in der Zeitung und im Radio halfen genauso wenig wie Plakate welche wir aufhängten. Er blieb spurlos verschwunden. Wir wissen bis heute nicht ob er noch lebt oder nicht. Für mich ist das sehr schwer, denn wirklich Abschied nehmen kann ich ja nicht.

Rocky hat sehr unter dem Verlust seines Bruders gelitten. Er lag nur noch auf dem Katzenbaum und hat nicht mehr wirklich am Leben teilgenommen. Auch Bachblüten halfen nicht. Es dauerte fast ein Jahr bis er wieder unser „alter“ Rocky war.

Um ihm das Alleine sein zu nehmen, haben wir Rusty zu uns geholt. Er hat ihn toll aufgenommen und akzeptiert, aber spielen wollte Rocky nicht mehr.

Jetzt ist Rocky 10 Jahre alt und geniesst sein Leben wieder. Er ist viel draussen unterwegs und wenn er nach Hause kommt, erzählt er lautstark was er alles erlebt hat.

Er ist so was wie der Katzenpapa und guckt sich das Treiben der Hundis sowie von Rusty und Shiva in Ruhe an. Die zwei Jungen akzeptieren ihn voll als „Oberhaupt“ und benehmen sich nicht zu wild ihm gegenüber.

Wir alle hoffen dass Rocky uns noch lange Freude bereitet und noch viele schöne Streifzüge erleben und davon berichten kann.

 

Platztausch Katzenkörbchen





Stöpsu lebt!!!!!

Unglaublich aber wahr.

Am 5.5.2010 morgens um 8.30 Uhr klingelte bei mir das Telefon. Es meldete sich eine Tierärztin, welche mich fragte ob ich eine Katze Namens Stöpsu vermissen würde. Im ersten Moment wusste ich nicht ob dies ernstgemeint war, oder ob sich jemand einen Scherz mit mir erlaubte. Nach kurzem Zögern antwortete ich: „ ja, aber schon seit 4 ½ Jahren.“ Nun war es für einen kurzen Moment auf der anderen Seite still, bis die Tierärztin fortfuhr: Es sei gerade eine Frau bei ihr in der Praxis mit einem Kater welcher einen eingewachsenen Nagel hatte. Dieser sei der Frau zugelaufen, darum hätten sie geschaut ob er einen Chip hätte. Die Daten auf dem Chip führte sie zu mir. Ich war sprachlos und perplex. Stöpsu lebt!? Ich war noch zu keinem klaren Gedanken bereit, deshalb gab mir die Tierärztin die Tel. Nr. der Frau, damit wir gleich direkt Kontakt haben könnten.

 

Am selben Abend telefonierten wir dann zusammen. Ich erfuhr folgende Geschichte: Vor 1 ½ Jahren ist Stöpsu immer wieder bei ihr in der Firma im Nachbarort aufgetaucht. Mager, aber nicht zu dünn. Er war sehr, sehr schüchtern. Sie merkte, dass er wohl nirgends hingehörte und versuchte ihn zu füttern. Dankbar nahm er dies an. So durfte sie sich ihm immer mehr nähern, bis er schlussendlich Vertrauen zu ihr fasste. Sie konnte ihn aber nicht zu sich nach Hause nehmen, da eine ihrer eigenen Katzen fremde Katzen absolut nicht akzeptiert oder auch nur duldet. Neben der Firma ist gleich das Wohnhaus der Firmeneigentümerin. Diese hat leider eine Katzenhaarallergie, weshalb sie Stöpsu auch nicht in die Wohnung nehmen konnte. Da jedoch alle in dieser Firma Stöpsu schon in’s Herz geschlossen hatten, machten sie für ihn einen Schlafplatz im untersten Stock des Wohnhauses. Das sei nun sein zu Hause und alle kümmern sich um ihn. Er hat sogar seinen eigenen Türöffner. Sie würden ihn sehr vermissen, sollte ich ihn wieder haben wollen. Tja, das war nun die grosse Frage. Natürlich wollte ich nichts lieber als ihn zu uns zu nehmen. Aber wie würde das für ihn sein? Er hatte schon so viel durchgemacht und jetzt endlich ein Plätzchen gefunden. Sollte ich ihn da rausreissen und zu uns nehmen, zu 3 Katzen und 3 Hunden? Wäre das nicht wieder ein grosser Schock für ihn?

 

Wir verabredeten, dass ich ihn am nächsten Tag besuchen würde.

 

Voller Vorfreude fuhr ich also zum verabredeten Zeitpunkt dorthin. Sie hatten Stöpsu extra drinnen gelassen, damit ich ihn sehen konnte. Ich habe mich öfters gefragt, ob ich ihn wiedererkennen würde. Ich habe ihn sofort wiedererkannt. Das war mein Stöpsu. Tränen kullerten über mein Gesicht. Natürlich kannte er seinen Namen nach so langer Zeit nicht mehr. Sie hatten ihn „Joggeli“ getauft. Anfangs war er mir gegenüber sehr scheu, doch schnell durfte ich ihn streicheln. Ich sah, dass sie den ganzen untersten Stock für ihn hergerichtet hatten. Es gab verschiedene Schlafstellen, einen Futterplatz und für Notfälle sogar eine Katzentoilette. Auch draussen haben sie für ihn Plätze hergerichtet. Ich sah, dass die Leute sich wirklich gut um ihn kümmern und ihn sehr gerne haben. Wir haben beschlossen, dass er dort bleiben wird. Ich möchte ihm einen nochmaligen Umzug ersparen. Obwohl es mir alles andere als leicht fällt, muss ich zuerst an ihn denken. Ich darf ihn auch besuchen gehen und wenn etwas sein sollte, werde ich informiert. Und jedes Mal wenn ich dort vorbei fahre gucke ich, ob ich ihn vielleicht herumstreunen sehe. Ich bin sehr glücklich, dass ich nun weiss wie und wo er lebt.